Tausche BMW gegen 30″ TFT

550 Euro im Monat hat mich der geleaste BMW gekostet. Vor 6 Jahren musste ich ihn haben. So ein richtiger geiler Flitzer. Natürlich trotzdem ein Diesel, nur 5.3 Liter im Durchschnitt. Für 150 PS gar nicht schlecht. Mit dem Auto war ich gerne und viel in Deutschland unterwegs. Lange Strecken. Mal eben nach Hamburg, München, Berlin, Dresden. Buchmessen, Verlage oder Freunde besuchen. Im Urlaub nach Frankreich, ab an die Küste. Das Auto hatte seinen Zweck wirklich erfüllt. Ganz toll. 

Im Jahre 2006 habe ich mich dann von dem BMW wieder getrennt. Ich bin halt doch ein verkappter ÖKO und mochte nicht mehr Schuld an der Klimaerwärmung sein. Oder an der Nahost Krise, dem ewigen Kampf um die den Rohstoff Öl.

Seitdem habe ich viel Geld gespart. Sehr viel Geld (was aber nicht der Grund für die „Trennung“ war).

Vor 3 Monaten habe ich dann etwas von diesem Geld in die Hand genommen und mir einen 30″ TFT Monitor angeschafft. Größere  Monitore habe ich schon immer gemocht. Wenn Andere noch in Ihre 17″ Röhre geschaut haben, war ich bereits bei 19″. Und seit 2 Jahren habe ich einen 22 Zöller. Konnte ich mir vor 2 Jahren spontan leisten :-).

Aber jetzt mit dem 30″ Monitor sehe ich die Welt plötzlich ganz anders. Ich arbeite viel am PC, bin viel im Internet. Schon immer. Und ich könnte mich selbst verprügeln, warum ich Jahrelang auf diesen Komfort verzichtet habe. Ich war viel mit dem BMW unterwegs. Aber noch viel mehr mit meinem PC. Der BMW kostete mich 550 Euro im Monat. Für meine PC Austattung habe ich nichtmal 550 Euro im Jahr ausgegeben. Ich Trottel. Dabei merke ich erst mit dem 30″ Monitor, auf wieviel möglichen Komfort ich all die Jahre verzichtet habe. Wie viel schneller und strukturierter ich jetzt arbeiten und alles wiederfinden kann. Nie wieder wird mir das passieren. Hoffe ich.

PS: Einen Tip an Arbeitgeber habe ich auch noch: kauft euren Angestellten wirklich große Bildschirme und ihr werdet erleben, wie sie entspannter besser performen.

Rezension: Besser einfach – einfach besser

Bianka Bleier – Birgit Schilling: Besser einfach – einfach besser. Das Haushalts-Survival-Buch, R. Brockhaus Verlag, 7. Aufl. Wuppertal 2004.

Man soll ja vorsichtig sein mit der Aussage, dieses oder jenes Buch habe das eigene Leben verändert. Wer lässt sich schon gerne unter die Nase reiben, er sei so anfällig für Meinungen, dass er mit Hilfe eines Buches seine Einstellungen und Gewohnheiten zu ändern imstande war?

Sei’s drum, reibt es mir unter die Nase: Dieses Buch kann ich wirklich einmal guten Gewissens empfehlen. Es gehört zu den meist gelesenen Büchern meiner Haus-Bibliothek und ich nehme es mindestens einmal wöchentlich zu Hand, um noch einmal etwas nachzulesen oder einfach nur zu schmökern.

Bianka Bleier und Birgit Schilling haben mit Humor und Wissen viele Tipps zusammengetragen, die berufstätigen Müttern das Leben erleichtern sollen. Und da bleiben sie nicht beim einfachen „Kauf‘ dir doch ’ne Spülmaschine!“ stehen (Ihr wisst ja bereits, ich stehe aufs Selberspülen, und man muss ja nicht alles übernehmen ;-)

Sie gehen die „Problemzonen“ des Haushalts an – und beginnen bei dem, der ihn führt, denn ohne Reflektion des eigenen Handelns ist jeder Umstellungsversuch zum Scheitern verurteilt. Da geht es um Lebenszielplanung, Zeitplanung, die Einstellung zum Delegieren usw. Die folgenden Kapitel beschäftigen sich mit den Themen Entrümpeln, Familienmithilfe, Putzen, Waschen, Einkaufen und Kochen. Besonders spannend fand ich auch den Artikel über das Mehrfachkochen, den ich für mich aber noch nicht umsetzen konnte/wollte. Aber wie gsagt: Ich nehme dieses Buch auch nach vielmaligem Lesen weiterhin gerne zur Hand, und man bleibt ja lernfähig…

Eine 1 mit Sternchen!

Vereinfachen

Hallo Zusammen!

Hier soll es ums Vereinfachen und Aussteigen gehen, denn schon seit geraumer Zeit beschäftigt mich diese Thematik, auch wenn ich es bislang nicht geschafft habe, mir eine Blockhütte im Wald zu bauen. :-) Aber man kann ja mal im Kleinen anfangen, und von meinen kleinen Schritten möchte ich Dir berichten.

Ich liebe es, Dinge zu vereinfachen. Ist es nicht herrlich, sich Mittel und Wege zu überlegen, das Leben leichter und angenehmer zu gestalten? Und dabei spreche ich mitnichten davon, sich immer ausgefeiltere und teurere Technik zuzulegen, die einem Arbeiten abnehmen soll. Ich plädiere fürs Andersherum: Spare die Arbeit ein, dann brauchst du auch keine Technik, die sie für dich erledigen soll.

Denn 1. kostet die Anschaffung entsprechender Technik Geld, und 2. musst du ja auch noch die Unterhaltung des entsprechenden Geräts einkalkulieren. Du brauchst Platz (d.h. muss Miete bezahlen, um das Ding irgendwo hinzustellen), und musst gleichzeitig eine Rücklage bilden für eine anfallende Neuanschaffung, wenn das Gerät in ein paar Jahren den Geist aufgibt.

Geschirrspüler beispielsweise. An sich eine tolle Sache: Geschirr rein, Taste drücken, Geschirr in Schrank. Zwei- bis dreimal täglich spülen und abtrocknen, je nach Größe der Familie, ist da schon deutlich lästiger.

Noch lästiger ist es aber, mehr arbeiten zu müssen, um die Anschaffungskosten für einen Geschirrspüler aufzufangen, für die Mehrarbeit natürlich auch mehr Betreuungszeit zu benötigen, und dann womöglich die Miete für eine Wohnung mit größerer Küche aufbringen zu müssen, da der Spüler ja auch noch irgendwo stehen muss.

Wer das nicht will, kommt um das Selber-Spülen nicht drumherum. Zwei Dinge haben sich dabei für mich als äußerst hilfreich erwiesen: 1. die Vermeidung von Geschirrbergen durch bessere Planung und also Vereinfachung (wichtig auch für unser aller Umwelt), und 2. das Einspannen von Familienmitgliedern – denn wer Dreck produziert, kann ihn auch beseitigen. Netter Nebeneffekt: Beim Spülen und Abtrocknen bleibt Zeit für ein Gespräch.

Deine Esther