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Citroen Werbung Ente 2CV HighTech

Mittwoch, 17. Dezember 2008 | Autor:

Die ultimative Internetantwort auf die aktuelle Citroen Werbung:

Der 2CV (französisch deux chevaux), in Deutschland üblicherweise die Ente genannt, war ein populäres Modell des Automobilherstellers Citroen. Die Entwicklung dieses französischen Gegenstücks zum VW Käfer begann in den 1930er-Jahren. Das erste seriennahe Modell wurde der Öffentlichkeit am 7. Oktober 1948 in Paris vorgestellt. Von der Fachpresse anfangs belächelt, wurde der 2CV in den folgenden Jahrzehnten zu einem der bekanntesten Automodelle Frankreichs. Zwischen 1949 und 1990 wurden 3.868.631 Exemplare des Citroën 2CV und 1.246.335 Stück des 2CV-Lieferwagens („Kastenente“) hergestellt.[1] Der 2CV war unter anderem Basis für die Citroën-Modelle Dyane, Ami und Méhari.

Der Anschaffungspreis des 2CV war recht niedrig. In den 1960er-Jahren war der Preis etwa vergleichbar mit dem eines VW Käfers. Mitte 1963 etwa kostete das De-luxe-Modell (mit hinteren Seitenfenstern) genau 3.600 DM (entsprechend etwa 7 Monats-Durchschnitts-Bruttolöhnen eines Facharbeiters) ab Auslieferungslager Köln. Dank der einfachen Technik waren auch die Unterhaltskosten entsprechend gering, der geringe Hubraum schlug sich in geringen Kraftfahrzeugsteuern nieder. All diese Faktoren trugen schon früh dazu bei, dass die Ente vor allem in Deutschland zum typischen Studentenauto avancierte. Noch heute ist die Ente bei vielen Autofahrern beliebt. Unabhängig davon, ob Sie selbst eine Ente besitzen oder sie nur im Straßenverkehr entdecken.

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Fliegen ist lebensgefährlich

Mittwoch, 17. Dezember 2008 | Autor:

Mit der Überschrift könnte der Blogbeitrag enden. Eigentlich ist das ja nichts Neues. “Luft hat keine Balken”. “Wer hinfällt tut sich weh”. Je höher der Sturz umso wahrscheinlicher ist es, dass man dabei stirbt. Ab 25 Meter ist der Sturz garantiert tödlich. Flugzeuge fliegen hoch, sehr hoch. Also ist fliegen Lebensgefährlich. Punkt.

Doch jetzt kommt eigentlich erst das Thema Marketing, Diskussionsbereitschaft, Abwehrhaltung ins Spiel.

Versucht mal den Satz “Fliegen ist lebensgefährlich” in geselliger Runde auszusprechen und freut euch über die (durch das geschickte Markting der letzten Jahrzehnte beeinflusste) Reaktionen der Freunde, Kollegen, Verwandten, Diskussionsteilnehmer.

Reflexartig wirst du als erstes hören: “Autofahren auch”, “Statistisch gesehen…”, “Hast du Angst vorm fliegen?”.

Wenn du jemanden sagst, “Der Umgang mit Sprengstoff ist lebensgefährlich” wirst du diese Reaktion jedoch nicht bekommen. Warum ist das so? Sprengstoffhersteller betreiben (zum Glück) kein publikumswirksames Marketing – und haben auch kein Interesse daran.

Aber welches Marketing führt den zu den Drei Standartantworten auf die Bemerkung “Fliegen ist lebensgefährlich”?

1. Verweis auf andere Gefahren. Da fliegen nun mal Lebensgefährlich ist, können die Fluggesellschaften nicht dafür werben, dass es nicht lebensgefährlich ist. Aber sie dürfen darüber berichten (Lobbyarbeit), wie gefährlich es im Vergleich zu anderen Verkehrsmittel ist. Dass der Vergleich zum Auto hinkt sollte jeden klar sein, der versucht mit dem Auto nach Thailand zu fahren. Natürlich werden wie in jedem manipulierten Vergleich Äpfel mit Birnen verglichen.

2. Die Statistik: Ob die Chance im Flugzeug ums Leben zu kommen jetzt 1 zu einer Million ist oder 1 zu 200 Millionen? Wen Interessiert das? Statistisch gesehen kommt man auch nur selten ums Leben, wenn man sich neben Jemanden stellt der sachgerecht mit Sprengstoff hantiert. Trotzdem tut man es nicht. Aber 1 zu 200 Millionen hört sich gut an, “wie ein Argument”.

3. Die Flugangst. Es waren die Marketingabteilungen der Fluggesellschaften die Abteilungen gegründet haben, die Kurse gegen Flugangst anbieten. Ein Kurs gegen Flugangst bringt nicht viel Geld. Auch nicht der dadurch gewonnene Passagier. Aber die Argumentation, “dass mit einem was nicht stimmt” wenn man Flugangst hat und man “was dagegen tun kann”, zeigt uns allen unterbewusst, dass Flugangst unbegründet und falsch ist. Das erinnert mich etwas an die Heilung der sexuell  andersdenkenden der 50er Jahre. Dabei ist Flugangst eigentlich nur gesunder Menschenverstand.

Natürlich bietet fliegen vielen Menschen etwas was. Und sie nehmen dafür die Gefahr bewusst in Kauf. Selbst fliegen macht Spaß. Urlaub am Strand macht Spaß, Kulturaustausch ist wichtig für die Wissenschaft, internationale Sportler und Künstler verdienen so Ihr Geld, Politiker tauschen sich aus. Und das Big Business verlangt nach Flügen. Das ist alles OK und darum ist fliegen auch nicht schlimmes. Es ist eben nur Lebensgefährlich.

So, und nun probiert es mal selbst aus. Sagt diesen einen Satz und erfreut euch der Reaktionen. Danach wirst du verstehen, wie gutes Marketing funktioniert.

PS: Fluggegner argumentieren übrigens genau so reflexartig mit dem Thema Umweltschutz. Das könnte also die 4. Reaktion auf diesen einen Satz sein.

Thema: Gesellschaft | Ein Kommentar