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Wieviele Opfer noch, Frau Merkel?

Mittwoch, 11. März 2009 | Autor: Albert Danzas

Das Waffengesetz muß verschärft werden !

Ein weiteres Schul-Massaker schreckt Deutschland auf. Es ist immer das gleiche Spiel. Jetzt wird tagelang diskutiert, überlegt, nachgedacht, keine Lösung gefunden und wieder zurück zum Alltag übergegangen.

Ob Flugzeugabstütze, Busunglücke, Attentate oder eben ein Amoklauf eines durchgeknallten Schülers. Im Blutrausch “nach Gesetzten und Änderunge schreien”, Geld, Schutz, Polizei, Tüv, Psychologen usw. usw. Alles wird aus der Mottenkiste gekramt und ne Woche später wieder verpackt. Dann wird wieder über die Bürokratie, die Staatsmacht, die Einschrämkungen der Freiheit gelästert. Vielleicht zu Recht. Vielleicht auch nicht.

Welche Einschränkungen müssten 83 Mio Bundesbürger hinnehmen, um solche Attentate zu verhindern? Keine Horrovideos? Könnten wir alle mit Leben. Keine Computerspiele? Auch die gibt es erst seit 20 Jahren. Keine Gewalt im Fernsehen? Bitte schön. Mehr psychologische Betreuung der Kinder durch Lehrer? Was weiß ich, was alles möglich wäre. Aber wie wäre es mal mit etwas ganz ganz naheliegendem?

Den Verbot von Schußwaffen in Privathaushalten!

Gibt es das nicht schon? Nein, leider nicht. Es gibt da einige Menschen, die dürfen Schusswaffen besitzen. Privat. Legal. Warum? Das kann uns nur Frau Merkel beantworten. Aber wenn man sich anschaut woher die Waffen der Amokläufer stammen, dann waren es in der Regel “legale” Waffen. Entwendet von Vätern, die es ganz selbstverständlich finden, Schußwaffen und Munition privat zu besitzen. Die Ihren Kindern sagen, dass es dafür einen guten Grund gibt. Die Ihren Kindern beibringen, dass es normal ist, eine Waffe zu besitzen. Um Tiere zu töten (Jäger) oder Menschen (“wenn es nötig ist” ). Wann es “nötig ist”, bestimmt der durchgeknallte Sohn aber irgendwann selbst. Dummerweise erschiessen sie dann selten die Väter, sondern immer die Unschuldigen. Die eigentlich gar nicht wollen, dass es Schusswaffen in privater Hand gibt. Die aber auch nichts dagegen tun. Denn in einer Woche sorgen sie sich um den günstiges Preis bei der Urlaubsreise, die Markenklamotten oder wer warum im Dschunglecamp rausgeflogen ist.

So ist das nunmal. Schade. Mein Mitleid gilt den Opfern, vor allem den Kindern. Sie hätten es vielleicht anders gemacht. Sie hätten sich vielleicht irgendwann dagegen aufgelehnt. Mein Mitleid gilt aber auch den Familien. Sie haben vielleicht nicht genug getan, haben sich auf die Politik verlassen, auf die Staatsmacht. So wie wir alle.

Und ich hoffe das kein Politiker es verhindern wird, keine Partei sich dagegen auflehnen wird, wenn der erste Ruft: Waffen raus aus Privathaushalten. Und ich hoffe, dass die Menschen gut zuhören und genau hinschauen, welche Politiker und welche Partei den Waffenbesitzern ihre Freiheit lassen wollen. Die Freiheit uns töten zu können.

update:
Die ersten Politiker haben sich bereits zu Wort gemeldet:

Frau Claudia Roth (Die Grünen): Das Motto muß lauten “Abrüsten der umfangreichen Waffenbestände in Privathaushalten!”
Mein Kommentar: Richtig!

Frau Angela Merkel (CDU): “Die Kontrollen könnten verbessert werden”.
Mein Kommentar: Ja, aber nicht möglich. Es gibt Millionen Waffen aber nicht Millionen Kontrolleure.

Wolfgang Schäuble (CDU): “Ich kann nicht erkennen, welche wie auch immer geartete Änderung des Waffenrechts die Tat hätte ändern können. So kurz nach dem Amoklauf über das Waffengesetzt zu diskutieren macht keinen Sinn”
Mein Kommentar: Keine Waffen in Privatbesitz hätte es verhindert, lieber Herr Innenminister! Die Diskussion hätte schon Jahre vorher stattfinden müssen! Aber wegen dieses Versäumniss jetzt noch länger zu warten bedeutet nur weiter täglich Lebensgefahr für Unschuldige!

Wolfgang Bosbach (CDU): “Wir haben im internationalen Vergleich schon ein strengens Waffengesetzt”
Mein Kommentar: Es gibt keinen Grund, es nicht noch strenger zu machen.

Bodo Ramelow (Die Linke): “Die Aufbewahrung von Waffen in Privathaushalten solle stark eingeschränkt werden. Wer Waffen zu Hause aufbewahre, könne nicht ohne weiteres das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung beanspruchen. Ich bezweifelte, dass die Lagerung in Privathaushalten noch zeitgemäß ist. Sportschützen schießen ja nicht zu Hause, und Jäger jagen nicht zu Hause.”
Mein Kommentar: Wie leicht man es auf den Punkt bringen kann.

Silke Stokar (Die Grünen): “Mehr Kontrollmöglichkeiten und weniger Waffen in Privathaushalten”.
Mein Kommentar: Weniger Waffen reichen schon. Die Legalität ist das Problem.

Reinhard Grindel (CDU): “Sie können gegen unverantwortliches Handeln einzelner Waffenbesitzer mit keinem Gesetz der Welt angehen”.
Mein Kommentar: Das ist IMHO das dümmste was ein Politiker dazu sagen konnte und ist völlig unverantwortlich!

Gabriele Fograscher (SPD): “Eine weitere Verschärfung bringt nicht mehr Sicherheit. Bei Verbrechen spielten legale Waffen ohnehin nur eine geringe Rolle.”
Mein Kommentar: Die geringe Anzahl der unschuldigen Opfer sind Frau Fograscher eine Änderung des Waffengesetz nicht Wert.

Was in der Diskussion immer vergessen wird:

Menschen mit Problemen suche vielfältige Lösungsmöglichkeiten Ihrer Probleme. Gewalt gegen sich selbst (Selbstmord) oder gegen Andere (Mord) ist dabei auch ein Handlungsstrang der verfolgt werden kann. Ein möglicher Handlungsstrang wird nur so lange verfolgt, bis er sich als undurchführbar herausstellt. Für die Menschen, für die eine Lösung mit Gewalt gegen Andere in betracht kommt, hört der gedankliche Handlungsstrang auf, sobald erkannt wird, dass er nicht durchführbar ist. Weil man z.B. keine einfache Möglichkeit hat, an Waffen und ausreiuchend Munition heranzukommen. Für die Menschen, die die Möglichkeit haben an Waffen und Munition heranzukommen, wird der mögliche Handlungsstrang weiter verfolgt und in Gedanken ausgemalt. Diese geistige Planungsphase muß durch strenge Waffengesetze eleminiert werden. Der Plan wird sonst Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat oder Jahr für Jahr perfektioniert! Bis zum “Showdown”. Es sei denn, das Problem erledigt sich mit der Zeit, man verfolgt andere Ziele, wird mit anderen Dingen erfolgreich. Aber darauf kann man nur hoffen.

Thema: Gesellschaft | 11 Kommentare

Wir brauchen eine Promillegrenze für Fußgänger

Montag, 5. Januar 2009 | Autor: Albert Danzas

Die Diskussion über die Promillegrenze für Autofahrer ist eigentlich völlig unnötig. Die Tatsache, dass Politiker Autofahrer betrunken Auto fahren lassen, ist schon ziemlich dramatisch. Da sterben Menschen damit sich Politiker ein paar Wählerstimmen Ihrer ewig betrunkenen Autofahrerfreunde sichern können. Hier wünschte ich mir mehr Mut bei der Judikative den Politkern bei jedem Unfall durch Alkoholeinfluß unter 0.5 Promille eine Mitschuld geben. Aber auch das ist natürlich schwer umzusetzen. Vielleicht sollte Jeder der sich über die 0.0 Promillegrenze aufregt den Eltern von im Straßenverkehr durch Betrunkene getötete Kindern erklären, warum er das richtig findet. Freiheit und so. Arschlöcher!

Das wir auch eine Promillegrenze für Fußgänger brauchen, beweist dieses Video eindrucksvoll:

Das ist natürlich ein sehr witziges Video und ich habe kein Problem damit, wenn dieser Beitrag als “witziger Beitrag” verlinkt wird. Hauptsache das Thema bleibt Thema und die Menschen werden irgendwann vernünftig. Denn eins ist sicher: Die 0.0 Promillegrenze wird irgendwann kommen. Die Frage ist nur wieviele Menschen bis dahin noch sterben müssen.

Thema: Politik | Beitrag kommentieren

EU beschließt das Ende der Glühbirne

Montag, 8. Dezember 2008 | Autor: Albert Danzas

Die gute alte Glühbirne wird EU-weit abgeschafft. Das hat der EU-Ausschuss nach Angaben der EU-Kommission beschlossen. Das veraltete Leuchtmittel soll dem Beschluss zufolge aus Umweltschutzgründen nach und nach vom EU-Markt verschwinden. Nach Angaben aus dem Europa-Parlament sollen Birnen mit mehr als 100 Watt von September 2009 an aus dem Handel genommen werden. Anfang 2010 folgen dann Birnen mit mehr als 40 Watt und zwei Jahre später Lampen unter 40 Watt. Die Haushalte in der europäischen Union müssen dann auf stromsparende Leuchtmittel wie Leuchtstoff-, Halogen- oder LED-Lampen umsteigen.

Die energiesparenden Leuchtstoffröhren werden in der Industrie und dem Gewerbe bereits seit Langem im vollem Umfang eingesetzt. Die Vorteile der Energiesparlampen sind auch den privaten Haushalten schon lange bekannt. Allerdings schaffen es die Energiesparlampen nie die Helligkeit der guten alten Glühbirne zu erreichen. Gerade die 75 und 100 Watt Glühbirnen können bisher nicht durch die üblichen Energiepsarlampen 1:1 ersetzt werden. Da liegt die Hoffnung auf neue Modelle und der kraftvollen weißen LED, die aber noch extrem teuer sind.

Für alle die auf helle Zimmer nicht verzichten möchten und keine Möglichkeit haben auf Leuchtstoffröhren umzustegen bedeutet das: Einen großen Vorrat anlegen.

Trotzdem ist die Entscheidung natürlich richtig. Der Markt verlangt helle Leuchtmittel und die Industrie wird diese über kurz ober lang zu akzeptablen Preisen anbieten.

Der größte Profiteur der EU Entscheidung ist allerdings die Lampenindustrie. Sie wird viele neue Modelle verkaufen, die sich mit mehreren Energiesparlampen ausrüsten lassen oder direkt mit LED funktionieren.

Auch die Leuchtstoffröhre wird nun sicher stärker Einzug in die privaten Wohnungen halten.

Thema: Umwelt | Beitrag kommentieren