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Komasaufen: immer mehr Mädchen betroffen

Sonntag, 12. April 2009 | Autor:

1/3 der schweren Alkoholopfer unter Jugendlichen sind mittlerweile Mädchen.

Sturzbetrunken in die Klinik: Alleine bei den Ersatzkassen nahmen laut Techniker Krankenkasse seit dem Jahr 2006 die alkoholbedingten Krankenhausaufenthalte in der Altersgruppe zehn bis 19 Jahre von rund 500 auf fast 640 Fälle in Rheinland-Pfalz zu. Das entspricht einer Steigerung von 28 Prozent. Dabei ist das Komasaufen mittlerweile keine Jungendomäne mehr. Bei einem Drittel der eingelieferten Fälle handelte es sich um Mädchen! Das nennt man Gleichberechtigung.

Mit dieser Entwicklung der Fallzahlen einher gehen auch Mehrkosten für die Krankenkassen und damit die Beitragszahler. 350.000 Euro zahlten nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) in Mainz im vergangenen Jahr die Ersatzkassen im Land für die Alkohol-Behandlungen in den Kliniken bei dieser Altersgruppe. 2006 lagen die Ausgaben noch bei rund 300.000 Euro.

Anmerkung: Die TK bezieht sich auf Versichertendaten der Ersatzkassen in Rheinland-Pfalz. Bei den Ersatzkassen sind mehr als 1,1 Mio. Rheinland-Pfälzer versichert!

Alkohol gilt in Deutschland immer noch nicht als Droge und es ist schick “angetüdelt” zu sein. Eltern haben kein problem damit, Ihre Kleinkinder mal an einem Bier nippen zu lassen. “Das hat uns auch nicht geschadet”, sagen sie. Mal schauen wann die Politik reagiert. Ein generelles Alkoholverbot muß sicher nicht sein. Aber das es sich bei alkohol um eine Droge handelt sollte bekannt sein und das Alkohol in Kinder- und Jugendhänden nicht zu suchen hat ebenfalls. Hier ist nicht nur die Politik gefordert, sondern die Gesellschaft.

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Wieviele Opfer noch, Frau Merkel?

Mittwoch, 11. März 2009 | Autor:

Das Waffengesetz muß verschärft werden !

Ein weiteres Schul-Massaker schreckt Deutschland auf. Es ist immer das gleiche Spiel. Jetzt wird tagelang diskutiert, überlegt, nachgedacht, keine Lösung gefunden und wieder zurück zum Alltag übergegangen.

Ob Flugzeugabstütze, Busunglücke, Attentate oder eben ein Amoklauf eines durchgeknallten Schülers. Im Blutrausch “nach Gesetzten und Änderunge schreien”, Geld, Schutz, Polizei, Tüv, Psychologen usw. usw. Alles wird aus der Mottenkiste gekramt und ne Woche später wieder verpackt. Dann wird wieder über die Bürokratie, die Staatsmacht, die Einschrämkungen der Freiheit gelästert. Vielleicht zu Recht. Vielleicht auch nicht.

Welche Einschränkungen müssten 83 Mio Bundesbürger hinnehmen, um solche Attentate zu verhindern? Keine Horrovideos? Könnten wir alle mit Leben. Keine Computerspiele? Auch die gibt es erst seit 20 Jahren. Keine Gewalt im Fernsehen? Bitte schön. Mehr psychologische Betreuung der Kinder durch Lehrer? Was weiß ich, was alles möglich wäre. Aber wie wäre es mal mit etwas ganz ganz naheliegendem?

Den Verbot von Schußwaffen in Privathaushalten!

Gibt es das nicht schon? Nein, leider nicht. Es gibt da einige Menschen, die dürfen Schusswaffen besitzen. Privat. Legal. Warum? Das kann uns nur Frau Merkel beantworten. Aber wenn man sich anschaut woher die Waffen der Amokläufer stammen, dann waren es in der Regel “legale” Waffen. Entwendet von Vätern, die es ganz selbstverständlich finden, Schußwaffen und Munition privat zu besitzen. Die Ihren Kindern sagen, dass es dafür einen guten Grund gibt. Die Ihren Kindern beibringen, dass es normal ist, eine Waffe zu besitzen. Um Tiere zu töten (Jäger) oder Menschen (“wenn es nötig ist” ). Wann es “nötig ist”, bestimmt der durchgeknallte Sohn aber irgendwann selbst. Dummerweise erschiessen sie dann selten die Väter, sondern immer die Unschuldigen. Die eigentlich gar nicht wollen, dass es Schusswaffen in privater Hand gibt. Die aber auch nichts dagegen tun. Denn in einer Woche sorgen sie sich um den günstiges Preis bei der Urlaubsreise, die Markenklamotten oder wer warum im Dschunglecamp rausgeflogen ist.

So ist das nunmal. Schade. Mein Mitleid gilt den Opfern, vor allem den Kindern. Sie hätten es vielleicht anders gemacht. Sie hätten sich vielleicht irgendwann dagegen aufgelehnt. Mein Mitleid gilt aber auch den Familien. Sie haben vielleicht nicht genug getan, haben sich auf die Politik verlassen, auf die Staatsmacht. So wie wir alle.

Und ich hoffe das kein Politiker es verhindern wird, keine Partei sich dagegen auflehnen wird, wenn der erste Ruft: Waffen raus aus Privathaushalten. Und ich hoffe, dass die Menschen gut zuhören und genau hinschauen, welche Politiker und welche Partei den Waffenbesitzern ihre Freiheit lassen wollen. Die Freiheit uns töten zu können.

update:
Die ersten Politiker haben sich bereits zu Wort gemeldet:

Frau Claudia Roth (Die Grünen): Das Motto muß lauten “Abrüsten der umfangreichen Waffenbestände in Privathaushalten!”
Mein Kommentar: Richtig!

Frau Angela Merkel (CDU): “Die Kontrollen könnten verbessert werden”.
Mein Kommentar: Ja, aber nicht möglich. Es gibt Millionen Waffen aber nicht Millionen Kontrolleure.

Wolfgang Schäuble (CDU): “Ich kann nicht erkennen, welche wie auch immer geartete Änderung des Waffenrechts die Tat hätte ändern können. So kurz nach dem Amoklauf über das Waffengesetzt zu diskutieren macht keinen Sinn”
Mein Kommentar: Keine Waffen in Privatbesitz hätte es verhindert, lieber Herr Innenminister! Die Diskussion hätte schon Jahre vorher stattfinden müssen! Aber wegen dieses Versäumniss jetzt noch länger zu warten bedeutet nur weiter täglich Lebensgefahr für Unschuldige!

Wolfgang Bosbach (CDU): “Wir haben im internationalen Vergleich schon ein strengens Waffengesetzt”
Mein Kommentar: Es gibt keinen Grund, es nicht noch strenger zu machen.

Bodo Ramelow (Die Linke): “Die Aufbewahrung von Waffen in Privathaushalten solle stark eingeschränkt werden. Wer Waffen zu Hause aufbewahre, könne nicht ohne weiteres das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung beanspruchen. Ich bezweifelte, dass die Lagerung in Privathaushalten noch zeitgemäß ist. Sportschützen schießen ja nicht zu Hause, und Jäger jagen nicht zu Hause.”
Mein Kommentar: Wie leicht man es auf den Punkt bringen kann.

Silke Stokar (Die Grünen): “Mehr Kontrollmöglichkeiten und weniger Waffen in Privathaushalten”.
Mein Kommentar: Weniger Waffen reichen schon. Die Legalität ist das Problem.

Reinhard Grindel (CDU): “Sie können gegen unverantwortliches Handeln einzelner Waffenbesitzer mit keinem Gesetz der Welt angehen”.
Mein Kommentar: Das ist IMHO das dümmste was ein Politiker dazu sagen konnte und ist völlig unverantwortlich!

Gabriele Fograscher (SPD): “Eine weitere Verschärfung bringt nicht mehr Sicherheit. Bei Verbrechen spielten legale Waffen ohnehin nur eine geringe Rolle.”
Mein Kommentar: Die geringe Anzahl der unschuldigen Opfer sind Frau Fograscher eine Änderung des Waffengesetz nicht Wert.

Was in der Diskussion immer vergessen wird:

Menschen mit Problemen suche vielfältige Lösungsmöglichkeiten Ihrer Probleme. Gewalt gegen sich selbst (Selbstmord) oder gegen Andere (Mord) ist dabei auch ein Handlungsstrang der verfolgt werden kann. Ein möglicher Handlungsstrang wird nur so lange verfolgt, bis er sich als undurchführbar herausstellt. Für die Menschen, für die eine Lösung mit Gewalt gegen Andere in betracht kommt, hört der gedankliche Handlungsstrang auf, sobald erkannt wird, dass er nicht durchführbar ist. Weil man z.B. keine einfache Möglichkeit hat, an Waffen und ausreiuchend Munition heranzukommen. Für die Menschen, die die Möglichkeit haben an Waffen und Munition heranzukommen, wird der mögliche Handlungsstrang weiter verfolgt und in Gedanken ausgemalt. Diese geistige Planungsphase muß durch strenge Waffengesetze eleminiert werden. Der Plan wird sonst Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat oder Jahr für Jahr perfektioniert! Bis zum “Showdown”. Es sei denn, das Problem erledigt sich mit der Zeit, man verfolgt andere Ziele, wird mit anderen Dingen erfolgreich. Aber darauf kann man nur hoffen.

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Wir brauchen eine Promillegrenze für Fußgänger

Montag, 5. Januar 2009 | Autor:

Die Diskussion über die Promillegrenze für Autofahrer ist eigentlich völlig unnötig. Die Tatsache, dass Politiker Autofahrer betrunken Auto fahren lassen, ist schon ziemlich dramatisch. Da sterben Menschen damit sich Politiker ein paar Wählerstimmen Ihrer ewig betrunkenen Autofahrerfreunde sichern können. Hier wünschte ich mir mehr Mut bei der Judikative den Politkern bei jedem Unfall durch Alkoholeinfluß unter 0.5 Promille eine Mitschuld geben. Aber auch das ist natürlich schwer umzusetzen. Vielleicht sollte Jeder der sich über die 0.0 Promillegrenze aufregt den Eltern von im Straßenverkehr durch Betrunkene getötete Kindern erklären, warum er das richtig findet. Freiheit und so. Arschlöcher!

Das wir auch eine Promillegrenze für Fußgänger brauchen, beweist dieses Video eindrucksvoll:

Das ist natürlich ein sehr witziges Video und ich habe kein Problem damit, wenn dieser Beitrag als “witziger Beitrag” verlinkt wird. Hauptsache das Thema bleibt Thema und die Menschen werden irgendwann vernünftig. Denn eins ist sicher: Die 0.0 Promillegrenze wird irgendwann kommen. Die Frage ist nur wieviele Menschen bis dahin noch sterben müssen.

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Athen brennt!

Montag, 8. Dezember 2008 | Autor:

Auch die Europäer sind Randale mittlerweile gewohnt. Ob die Chaostage in Deutschland, die Randale in London oder die schweren Auseinandersetzungen in den letzten Jahren in den Pariser Vororten.

Mal kommen die Randalierer geplant (typischerweise in Deutschland mit disziplinierter Anarchie) oder die Situation eskaliert spontan. Doch immer hatte man das Gefühl, die Behörden versuchen mit Plan und Taktik dagegenzuhalten. “Deeskalation” lautet das Zauberwort - oder “geplante Härte”. Wenn die Randalierer schon unkontrolliert handeln, dann muß der Polizeiapparat funktionieren. Welche Taktik dabei in der jeweiligen Situation die Richtige ist, ist nicht immer klar. Oft wissen wir erst am Folgetag ob die Taktik funktioniert hat oder nicht.

Doch in Griechenland ist alles anders. Was wir in Athen erleben ist die spontane ungeplante Eskalation der Gewalt durch die Randalierer. Und die ungeplante und hilflose Reaktion der “Polizei”. Völlig überfordert, nicht ausgebildet, ohne Taktik.

Die Ranadaliere gewinnen Oberwasser und die Regierung traut sich nicht einzuschreiten.

Wenn durch den Tod eines Randalierers die Situation eskaliert, was passiert denn dann erst, wenn man jetzt hart durchgreift? Man weiß es nicht und man hat Angst davor es zu erfahren. Und damit hat die Gewalt die Chance auf Verbreitung.

Deeskalation? Unmöglich. Geplante Härte? Mit dieser Polizeit nicht umzusetzen!

Und so bleibt nur das Abwarten. Abwarten, dass sich die Randalierer von selbst beruhigen… bis zum nächsten Mal. Oder das das Volk die Sache in Form von Bürgerwehren oder tödlichen Einzelaktionen selbst in die Hand nimmt. Oder die Regierung das Militär einsetzt.

Was auch immer kommt, die Bürger von Griechenland haben schon jetzt verloren. Und wir schauen Live zu…

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Der kleine Laden um die Ecke: Geh endlich Pleite!

Montag, 24. November 2008 | Autor:

Ich gehöre ja eher zu den romatisch veranlagten Personen. Der kleine Laden um die Ecke liegt mir am Herzen. Ob als Buchladen wie im Film “eMail für Dich” mit Meg Ryan oder der kleine Spielzeugladen in unserem Stadteil. Man freut sich auf liebevolle kleine Läden mit begrenzter Auswahl, freundlichem Personal und dem Wissen, dass man etwas Gutes tut (für den Laden und den Stadtteil).

Doch leider ist diese romantische Vorstellung auch nur ein Klischee. Und es gibt eben auch “kleine Läden um die Ecke”, denen man nicht anderes wünschen kann, dass sie endlich verschwinden und Platz für einen anderen Laden machen.

Es ist Donnertags, 9.34 Uhr. Ich möchte für meine Nichte einen kleinen Arztkoffer zum Spielen für Weihnachten kaufen. Eigentlich gehöre ich zur Kategorie Frühaufsteher. Da ich aber weiß, dass die kleinen Läden nicht alle schon so früh aufmachen, habe ich mir etwas Zeit gelassen. Ich stehe als vor dem kleinen Spielzeugladen um die Ecke und er hat geschlossen. Öffnung erst um 10.00 Uhr. Schade eigentlich.

Aber es gibt ja noch ein paar von diesen unsympathischen “Ketten” in diesen unsympathischen Einkaufscenter nur 100 Meter entfernt, dann kann ich da ja mal nach Schuhen gucken (der kleine Schuhladen um die Ecke macht auch erst um 10.00 Uhr auf). 20 Minuten später habe ich neue Schuhe und stehe wieder vor dem kleinen Spielwarenladen um die Ecke. Innen sieht man zwei Verkäuferinnen, die aber keine Ambitionen zeigen den Laden schon um 9.55 Uhr zu öffnen. Na ja, die haben sicher noch was wichtiges zu besprechen.

Es wird 10.00 Uhr. Die Kirchturmglocken Läuten, der Laden ist immer noch zu. Deutlich bin ich am Eingang zu sehen. Ich schaue mich um und sehe einen fleißigen Verkäufer vom Nachbarladen (Schmuck), der bereits seit 10 Minuten seine Tür geöffnet hat und Warendisplays vor die Tür schiebt. Ich schaue ihn hilfesuchend an, er schaut mich an, zuckt mit den Schultern und zeigt mir damit fast ein kleines Entschuldigung für das Verhalten seiner “Kollegen” im Spielwarenladen.

10.01 Uhr, der Spielzeugladen wir aufgeschlossen, die Tür öffnet sich. Die Verkäuferin schiebt ein Display aus der Tür und stellt ihn auf. Sie flucht laut über das Wetter (es regnet nicht) und geht wieder rein. Kein freundliches “Guten Morgen”, keine Begrüßung des einzigen Kunden (mich), NICHTS.

Sie schiebt ein zweites Display raus. Wieder verpasst sie die Chance mich in das Geschäft einzuladen. Ich frage freundlich “darf ich bereits eintreten”? “Sicher” ist die kurze Antwort. Ich gehe an Ihr vorbei, direkt zur Kasse und sage der 2. Verkäuferin was ich will (Produkt + Marke). Das Produkt ist da, natürlich etwas teuerer als im Internet, aber egal. Sie gibt mit den Arztkoffer, ich bezahle und verabschiede mich mit einen freundlichen “Auf Wiedersehen und einen schönen Tag noch”. Eine Antwort erhalte ich nicht.

Den schönen Tag wünsche ich den beiden Damen wirklich. Aber das “Auf Wiedersehen” war gelogen. Beim nächsten Mal bestelle ich das Produkt günstiger im Internet. Da werde ich wenigstens elektronisch freundlich begrüßt und verabschiedet….

PS: Zum Glück gibt es auch noch wirklich keine romantische Läden mit freundlichem Personal. Aber es gibt eben auch Läden, die diese Aufgabe nicht erfüllen.

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Wikipedia Offline – im Namen des Volkes?

Sonntag, 16. November 2008 | Autor:

Mit einstweiliger Verfügung des Landgerichts Lübeck vom 13. November 2008, erwirkt durch Lutz Heilmann, MdB (Die Linke), wird es dem Wikimedia Deutschland e.V. untersagt, “die Internetadresse wikipedia.de auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterzuleiten”, solange “unter der Internet-Adresse de.wikipedia.org” bestimmte Äußerungen über Lutz Heilmann vorgehalten werden. Bis auf Weiteres muss das Angebot auf wikipedia.de in seiner bisherigen Form daher eingestellt werden. Der Wikimedia Deutschland e.V. wird gegen den Beschluss Widerspruch einlegen.

Mit diesem Text wird man derzeit auf der Webseite der Wikipedia Deutschland e.V. begrüßt.

Was war passiert? Die richtige Webseite von Wikipedia berichtet auf Ihrer Seite über Lutz Heilmann auch über dessen Stasi-Vergangenheit. Zitat: “Lutz Heilmann ist der erste ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR, der in den Bundestag eingezogen ist.”

Wikipedia beruft sich dabei auf Informationen die der Spiegel im Jahre 2005 über die Stasi Vergangenheit von Lutz Heilmann veröffentlich hatte und verlinkt diese Behauptung auch auf eine Seite des Norddeutschen Rundfunks.

Zitat Webseite NDR: “Der frisch gewählte Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann, der als Spitzenkandidat der schleswig-holsteinischen Linkspartei angetreten war, hat in den 80er Jahren hauptamtlich für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet. Einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” bestätigte am Samstag Parteisprecher Hendrik Thalheim.”

Laut NDR sei die Stasi Vergangenheit von Lutz Heilmann für die Linkspartei völlig undramatisch.

Zitat Webseite NDR:“Da viele von Heilmanns früheren Kollegen nach der Wende von Bundes- und Landeskriminalämtern übernommen worden seien, so Thalheim, sei Heilmanns Stasi-Vergangenheit “völlig undramatisch”. Heilmann hatte auf Anfrage des “Spiegel” bereits am Freitag seine Tätigkeit zugegeben. Er betonte jedoch auch, seine Parteikollegen vor der Kandidatur über seine Stasi-Mitarbeit informiert und somit die entsprechenden Regelungen der Linkspartei eingehalten zu haben.”

Dei Frage ist nun, warum Lutz Heilmann die Abschaltung der wikipedie.de überhaupt durchsetzen wollte – und warum das Landgericht Lübeck (im Namen des Volkes) dem folgte. Die Information zu Lutz Heilmanns Vergangenheit ist damit zu einem medialen Schlachtfest geworden. 1000de Blogs und natürlich auch die großen Medienkonzerne berichten nun süffisant über dieses Thema, prominentes Beispiel: www.spiegel.de.

Die Webseite von Lutz Heilmann war gestern übrigens über das Internet nicht zu erreichen:

Möglicherweise war dies ein Racheakt diverser Mitglieder des Volkes, die Ihre eigene Interpretation von “Im Namen des Volkes” haben. Welche der beiden Interpretation “Im Namen des Volkes” (die des Gerichtes oder die der Website-Hacker von Lutz Heilmann) dem gesamten Volke näher kommt, muß Jeder selbst entscheiden.

Vielleicht wollte Lutz Heilmann aber auch nur erreichen, dass alle die seinen Namen im Zusammenhang mit der Stasi erwähnen nun Angst haben gerichtlich belangt zu werden. Vermutlich hat er sogar das Ziel erreicht. Zwar wird nun im Internet wie erwähnt dieser Zusammenhang X-Fach hergeleitet, jedoch zittern die Journalisten vermutlich vor Angst wenn sie dies tun. Lutz Heilmann selbst äußerte sich gegenüber der Pressein etwa so: Er habe nicht das Bedürfniss die Berichterstattung über ihn zu unterbinden, sondern auf sie Einfluß zu nehmen. Schließlich seien Berichte auf Wikipedia.org über ihn aus der Boulevardpresse übernommen worden und nicht korrekt.

Für mich ist folgedes festzuhalten:

Die Gesellschaft hat die Aufgabe die Pressefreiheit zu schützen. Sie ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Selbstverständlich gilt das für alle Seiten.

Wenn ein Gericht feststellt, dass eine Boulevardpresse einen nachweislich falschen Bericht verfasst hat, dann sollte sich das Gericht direkt an die Boulevardpresse wenden und für einen Gegendarstellung sorgen. Das Gericht sollte sich nicht sinnfrei an einen Verein wenden, der einen Link zu einer Seite einer Organisation gesetzt hat, die wiederum Zitate aus der Boulevardpresse veröffentlicht hat. Selbstverständlich bin ich auch der Meinung, dass es Aufgabe der Wikipianer ist, die Gegendarstellung zu einem falschen Bericht in gleicher Weise zu würdigen, wie die Zitate aus dem falschen Bericht. Das geht natürlich nur, wenn der Bericht denn auch nachweislich falsch war und eine Gegendarstellung existiert….

Albert Danzas

PS: Mir ist durchaus Bewußt, dass sich das Gericht ausschließlich mit dem Antrag des Antragstellers beschäftigt.

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Spritfresser Willkommen

Samstag, 15. November 2008 | Autor:

Die Autoindustrie hat Probleme, massive Probleme. Sie verkauft keine Autos mehr. Oder zu wenig Autos. Es gibt viele Politiker und Umweltaktivisten, die auch wissen warum das so ist: Die zur Zeit hergestellten Autos Verbrauchen zuviel Sprit. Die Autohersteller haben den Trend verpennt. Die Leute können sich spritfressende Auto nicht mehr leisten. Vor allem die amerikanische Autoindustrie mit Ihren Spritfressern bekommt das deutlich zu spüren. Doch auch die deutsche Industrie – mit Ihren im Vergleich zu amerikanischen Fahrzeugen geradezu spritarmen Autos, hat Probleme. Offensichtlich gibt es noch andere Gründe für die Misere (“selbstverständlich” ist das die Weltfinanzkrise).

Aber zurück zum Thema: Die Behauptung, dass die Industrie verpennt hat, sparsame Autos zu produzieren. Diese Behauptung ist schlicht und ergreifend falsch. Fast jeder Konzern hat Autos im Angebot die mehr oder weniger Sprit verbrauchen. Dabei müssen wir gar nicht auf das 3-Liter Auto schielen. Fast immer gibt es Modelle die ähnlich sind (in Ausstattung, Leistung, Preis) aber einen unterschiedlichen Spritverbrauch haben. So kommen moderne Diesel mit 170 PS daher und haben einen Durchschnittsverbrauch von 5 Liter. Das gleiche Modell gibt es auch in der 200 PS Benziner Variante zum gleichen Preis mit einem Durchschnittverbrauch von 8 Liter (“Super” wohlgemerkt). Das Drehmoment ist beim Diesel höher, die “gefühlte Leistung” also besser. Aber auf dem Tacho endet der Diesel bei 225KM/h, der Spritfressende Benziner schafft es auf 235KM/h. Wie oft dieser Unterschied ausgefahren werden kann liegt im Promillebereich. Wenn er überhaupt jemals (außer bei einer Testfahrt) ausgefahren wird. Und trotzdem verkauft sich der spritfressende Benziner wie geschnitten Brot. Offensichtlich haben die Verbraucher es weder nötig Sprit zu sparen, noch wollen sie es aus ökologischen Gesichtspunkten.

Was bitte soll die schlafende Autoindustrie denn machen, wenn die Verbraucher keine eindeutigen Signale zeigen und Grundsätzlich die spritsparenden Varianten kaufen?

Natürlich gibt es das gleiche Modell auch noch in der 105 PS Diesel Version un dem Verbrauch von 4,5 Liter. Hier kann man noch ausführen, dass der Verbraucher mehr Power will. Aber wenn er bei der gleichen Leistung bereits ist einen Spritfresser zu kaufen, dann bringen alle Versuche von noch sparsameren Autos NICHTS. Die Autoindustrie ist gefangen in dem Kaufverhalten der Kunden.

Es macht also keinen Sinn auf die Automobilindustrie einzuprügeln. Die Prügel verdienen die Verbraucher. Oder die Gesetzgeber die es Jahr für Jahr (seit 1974) verschlafen, einfach den Verbrauch eines KFZ auf X-Liter zu beschränken. Mehr als 7 Liter darf ein Auto im Durchschnitt nicht verbrauchen. Punkt. Das wäre ohne Probleme möglich, aber wird nicht umgesetzt. Wer glaubt das wäre das Ende von Porsche, der irrt. Die Herausforderung mit 7 Liter Durchschnittverbrauch einen 250 KM/h schnellen Sportwagen zu bauen ist nicht schwierig umzusetzen. Und es würde nur wenige Jahre dauern, bis man auch mit einem Durchschnittverbrauch von 5 Liter die 300KM/h Marke knackt. Aber der Verbraucher will das ja gar nicht. Und die Politiker sehen offensichtlich auch keinen Handlungsbedarf.

Hape Shinoda

PS: Amerika wird hier sicher bald die Vorreiterrolle übernehmen. Ich warte nur auf das Gesetz von Arnold Schwarzenegger, wo er genau diesen Vorschlag umsetzen wird in Kalifornien.

Thema: Industrie, Umwelt | Beitrag kommentieren

Hartz4: Mitleid statt Ausbeutung!

Donnerstag, 30. Oktober 2008 | Autor:

In Deutschland gibt es Hartz4. Für mich als Ausländer hat mich das System fasziniert. Keiner fällt durch das “Soziale Netz”. Wer durch ein Unglück zur Arbeitslosigkeit verdammt ist, dem wird geholfen. Dabei bekommt der Hartz4 Empfänger aber nicht nur Brot und das was er zum Überleben braucht, er bekommt eine Wohnung, eine Heizung, Strom, ein Telefon, einen Fernseher, Gardinen und darf sogar einen Computer mit Internet-Anschluss haben.

Warum Hartz4?

Zum einen will die Gesellschaft den sozialen Frieden sichern. Ohne Hartz4 wären Diebstahl und Raubüberfälle wohl an der Tagesordnung. Man stellt die Hartz4 Empfänger ruhig und gibt Ihnen soviel, damit sie nicht hungern und stehlen müssen. Und noch mehr. Denn ohne Playstation ist heute ja wohl niemand mehr ruhig zu stellen.

Zum Anderen hat die Gesellschaft Mitleid. Mitleid mit den Menschen, die durch ein Unglück in eine Situation gekommen sind, aus der sie mit eigener Kraft nicht mehr herauskommen. Sie brauchen die Hilfe der Gemeinschaft und bekommen sie. Das finde ich sozial. Darauf darf und muss man in Deutschland stolz sein! Das gibt es so nicht einmal in Amerika.

Dann gibt es noch die – wie Ihr sie nennt – Sozialschmarozer. Menschen die eigentlich arbeiten können. Menschen die keine Lust haben. Menschen die das Soziale Netzwerk ausnutzen und entweder Mitleid erregen wollen oder mit Randale drohen. Die nur noch Energie darauf verwenden, möglichst viel zu bekommen. Ohne der Gesellschaft etwas zurück zu geben. Weder Dankbarkeit noch Hilfe für Andere. Diese Hartz4 Empfänger halten sich die Arbeiterschicht als Sklaven. Sie stehen angeblich an der untersten Skala der Gesellschaft, doch verhalten sich wie Diktatoren. Sie drohen wie alte Könige: “Ich will das was du hast und wenn nicht, dann…..”. Unterstützt werden diese Menschen noch durch den Egoismus von einigen Politikern, die die Macht dieser Wähler nutzen, um sich selbst in einer gute Position zu bringen. Und kassieren für jede Wählerstimme Geld. Und die Arbeiterklasse lässt sich auf das perfide Spiel ein, verwechselt Mitleid mit Ihrer eigenen Versklavung und treibt sie so selbst voran. Faszinierendes Deutschland. Ich nenne aus einem guten Grund keine Namen von Politikern und Parteien. Wem es nicht Wert ist sich gegen die Autoritäten zu erheben (erst informieren, dann nachdenken, dann wählen), der darf auch ruhig ausgebeutet werden. Schließlich hat Deutschland noch ein zweites Thema auf das man stolz sein darf: die Demokratie.

Und wer jetzt nicht meiner Meinung ist, darf dies ruhig äußern und das dritte Thema besetzen auf das Deutschland stolz sein kann: Redefreiheit…

Thema: Arbeit & Soziales | Ein Kommentar