Home

Ralph G. Kretschmann jetzt auch bei den Wandartisten

Samstag, 5. Dezember 2009 | Autor: Albert Danzas

Die Werke des Hamburger Künstlers Ralph G. Kretschmann sind ab sofort auch bei den Wandartisten zu bestaunen. Neben seinen Illustrationen, die bereits seit einem Monat in der Bildagentur Pinkmonkey gekauft werden können, gibt es nun auch bunte Wandtattoos von Ralph Kretschmann bei den Wandartisten. Außerdem planen die Wandartisten zusammen mit Ralph den neuen Bereich Leinwandbilder weiter auszubauen.

“Für uns ist Herr Kretschmann ein Glücksgriff”, so Herr Schmitz, Geschäftsführer der Webtakel Media GmbH. “Sein Output ist enorm. Er kann Wünsche punktgenau umsetzen, liefert aber auch viele Motive und Ideen aus eigener Motivation.”.

Der in Bremen geborene Ralph G. Kretschmann lebt seit 1980 in Hamburg. Seit den frühen 90ern ist er als Künstler selbständig. Er arbeitete bereits als Regisseur und Drehbuchautor bei der Sesamstrasse an Bildergeschichten und Trickfilmen und drehte über 90 Werbespots, Trailer und Animationen für diverse Kinos. Seine Illustrationen und Zeichnungen kamen auch bereits in vielen Sachbüchern, Kinderbüchern, Romanen, Heften und CDs zum Einsatz.

Thema: Kultur | Kommentare geschlossen

Komasaufen: immer mehr Mädchen betroffen

Sonntag, 12. April 2009 | Autor: Albert Danzas

1/3 der schweren Alkoholopfer unter Jugendlichen sind mittlerweile Mädchen.

Sturzbetrunken in die Klinik: Alleine bei den Ersatzkassen nahmen laut Techniker Krankenkasse seit dem Jahr 2006 die alkoholbedingten Krankenhausaufenthalte in der Altersgruppe zehn bis 19 Jahre von rund 500 auf fast 640 Fälle in Rheinland-Pfalz zu. Das entspricht einer Steigerung von 28 Prozent. Dabei ist das Komasaufen mittlerweile keine Jungendomäne mehr. Bei einem Drittel der eingelieferten Fälle handelte es sich um Mädchen! Das nennt man Gleichberechtigung.

Mit dieser Entwicklung der Fallzahlen einher gehen auch Mehrkosten für die Krankenkassen und damit die Beitragszahler. 350.000 Euro zahlten nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) in Mainz im vergangenen Jahr die Ersatzkassen im Land für die Alkohol-Behandlungen in den Kliniken bei dieser Altersgruppe. 2006 lagen die Ausgaben noch bei rund 300.000 Euro.

Anmerkung: Die TK bezieht sich auf Versichertendaten der Ersatzkassen in Rheinland-Pfalz. Bei den Ersatzkassen sind mehr als 1,1 Mio. Rheinland-Pfälzer versichert!

Alkohol gilt in Deutschland immer noch nicht als Droge und es ist schick “angetüdelt” zu sein. Eltern haben kein problem damit, Ihre Kleinkinder mal an einem Bier nippen zu lassen. “Das hat uns auch nicht geschadet”, sagen sie. Mal schauen wann die Politik reagiert. Ein generelles Alkoholverbot muß sicher nicht sein. Aber das es sich bei alkohol um eine Droge handelt sollte bekannt sein und das Alkohol in Kinder- und Jugendhänden nicht zu suchen hat ebenfalls. Hier ist nicht nur die Politik gefordert, sondern die Gesellschaft.

Thema: Arbeit & Soziales | Beitrag kommentieren

Wieviele Opfer noch, Frau Merkel?

Mittwoch, 11. März 2009 | Autor: Albert Danzas

Das Waffengesetz muß verschärft werden !

Ein weiteres Schul-Massaker schreckt Deutschland auf. Es ist immer das gleiche Spiel. Jetzt wird tagelang diskutiert, überlegt, nachgedacht, keine Lösung gefunden und wieder zurück zum Alltag übergegangen.

Ob Flugzeugabstütze, Busunglücke, Attentate oder eben ein Amoklauf eines durchgeknallten Schülers. Im Blutrausch “nach Gesetzten und Änderunge schreien”, Geld, Schutz, Polizei, Tüv, Psychologen usw. usw. Alles wird aus der Mottenkiste gekramt und ne Woche später wieder verpackt. Dann wird wieder über die Bürokratie, die Staatsmacht, die Einschrämkungen der Freiheit gelästert. Vielleicht zu Recht. Vielleicht auch nicht.

Welche Einschränkungen müssten 83 Mio Bundesbürger hinnehmen, um solche Attentate zu verhindern? Keine Horrovideos? Könnten wir alle mit Leben. Keine Computerspiele? Auch die gibt es erst seit 20 Jahren. Keine Gewalt im Fernsehen? Bitte schön. Mehr psychologische Betreuung der Kinder durch Lehrer? Was weiß ich, was alles möglich wäre. Aber wie wäre es mal mit etwas ganz ganz naheliegendem?

Den Verbot von Schußwaffen in Privathaushalten!

Gibt es das nicht schon? Nein, leider nicht. Es gibt da einige Menschen, die dürfen Schusswaffen besitzen. Privat. Legal. Warum? Das kann uns nur Frau Merkel beantworten. Aber wenn man sich anschaut woher die Waffen der Amokläufer stammen, dann waren es in der Regel “legale” Waffen. Entwendet von Vätern, die es ganz selbstverständlich finden, Schußwaffen und Munition privat zu besitzen. Die Ihren Kindern sagen, dass es dafür einen guten Grund gibt. Die Ihren Kindern beibringen, dass es normal ist, eine Waffe zu besitzen. Um Tiere zu töten (Jäger) oder Menschen (“wenn es nötig ist” ). Wann es “nötig ist”, bestimmt der durchgeknallte Sohn aber irgendwann selbst. Dummerweise erschiessen sie dann selten die Väter, sondern immer die Unschuldigen. Die eigentlich gar nicht wollen, dass es Schusswaffen in privater Hand gibt. Die aber auch nichts dagegen tun. Denn in einer Woche sorgen sie sich um den günstiges Preis bei der Urlaubsreise, die Markenklamotten oder wer warum im Dschunglecamp rausgeflogen ist.

So ist das nunmal. Schade. Mein Mitleid gilt den Opfern, vor allem den Kindern. Sie hätten es vielleicht anders gemacht. Sie hätten sich vielleicht irgendwann dagegen aufgelehnt. Mein Mitleid gilt aber auch den Familien. Sie haben vielleicht nicht genug getan, haben sich auf die Politik verlassen, auf die Staatsmacht. So wie wir alle.

Und ich hoffe das kein Politiker es verhindern wird, keine Partei sich dagegen auflehnen wird, wenn der erste Ruft: Waffen raus aus Privathaushalten. Und ich hoffe, dass die Menschen gut zuhören und genau hinschauen, welche Politiker und welche Partei den Waffenbesitzern ihre Freiheit lassen wollen. Die Freiheit uns töten zu können.

update:
Die ersten Politiker haben sich bereits zu Wort gemeldet:

Frau Claudia Roth (Die Grünen): Das Motto muß lauten “Abrüsten der umfangreichen Waffenbestände in Privathaushalten!”
Mein Kommentar: Richtig!

Frau Angela Merkel (CDU): “Die Kontrollen könnten verbessert werden”.
Mein Kommentar: Ja, aber nicht möglich. Es gibt Millionen Waffen aber nicht Millionen Kontrolleure.

Wolfgang Schäuble (CDU): “Ich kann nicht erkennen, welche wie auch immer geartete Änderung des Waffenrechts die Tat hätte ändern können. So kurz nach dem Amoklauf über das Waffengesetzt zu diskutieren macht keinen Sinn”
Mein Kommentar: Keine Waffen in Privatbesitz hätte es verhindert, lieber Herr Innenminister! Die Diskussion hätte schon Jahre vorher stattfinden müssen! Aber wegen dieses Versäumniss jetzt noch länger zu warten bedeutet nur weiter täglich Lebensgefahr für Unschuldige!

Wolfgang Bosbach (CDU): “Wir haben im internationalen Vergleich schon ein strengens Waffengesetzt”
Mein Kommentar: Es gibt keinen Grund, es nicht noch strenger zu machen.

Bodo Ramelow (Die Linke): “Die Aufbewahrung von Waffen in Privathaushalten solle stark eingeschränkt werden. Wer Waffen zu Hause aufbewahre, könne nicht ohne weiteres das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung beanspruchen. Ich bezweifelte, dass die Lagerung in Privathaushalten noch zeitgemäß ist. Sportschützen schießen ja nicht zu Hause, und Jäger jagen nicht zu Hause.”
Mein Kommentar: Wie leicht man es auf den Punkt bringen kann.

Silke Stokar (Die Grünen): “Mehr Kontrollmöglichkeiten und weniger Waffen in Privathaushalten”.
Mein Kommentar: Weniger Waffen reichen schon. Die Legalität ist das Problem.

Reinhard Grindel (CDU): “Sie können gegen unverantwortliches Handeln einzelner Waffenbesitzer mit keinem Gesetz der Welt angehen”.
Mein Kommentar: Das ist IMHO das dümmste was ein Politiker dazu sagen konnte und ist völlig unverantwortlich!

Gabriele Fograscher (SPD): “Eine weitere Verschärfung bringt nicht mehr Sicherheit. Bei Verbrechen spielten legale Waffen ohnehin nur eine geringe Rolle.”
Mein Kommentar: Die geringe Anzahl der unschuldigen Opfer sind Frau Fograscher eine Änderung des Waffengesetz nicht Wert.

Was in der Diskussion immer vergessen wird:

Menschen mit Problemen suche vielfältige Lösungsmöglichkeiten Ihrer Probleme. Gewalt gegen sich selbst (Selbstmord) oder gegen Andere (Mord) ist dabei auch ein Handlungsstrang der verfolgt werden kann. Ein möglicher Handlungsstrang wird nur so lange verfolgt, bis er sich als undurchführbar herausstellt. Für die Menschen, für die eine Lösung mit Gewalt gegen Andere in betracht kommt, hört der gedankliche Handlungsstrang auf, sobald erkannt wird, dass er nicht durchführbar ist. Weil man z.B. keine einfache Möglichkeit hat, an Waffen und ausreiuchend Munition heranzukommen. Für die Menschen, die die Möglichkeit haben an Waffen und Munition heranzukommen, wird der mögliche Handlungsstrang weiter verfolgt und in Gedanken ausgemalt. Diese geistige Planungsphase muß durch strenge Waffengesetze eleminiert werden. Der Plan wird sonst Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat oder Jahr für Jahr perfektioniert! Bis zum “Showdown”. Es sei denn, das Problem erledigt sich mit der Zeit, man verfolgt andere Ziele, wird mit anderen Dingen erfolgreich. Aber darauf kann man nur hoffen.

Thema: Gesellschaft | 11 Kommentare

Evolution of Dance V.2.0

Dienstag, 13. Januar 2009 | Autor: Albert Danzas

Wer Evolution of Dance nicht kennt, lebt auf einem anderen Planeten. Oder zumindest nicht im Internet. Evolution of Dance ist das meistgesehen Video auf YouTube aller Zeiten (110 Mio mal angeschaut). 

Also auch das meistgesehen Video im Internet überhaupt. Und damit vermutlich auch das meistgesehen Video außerhalb des Internets. Mit anderen Worten: Nichts wurde öfter gesehen als dieser “Tanz“.

An diesem Erfolg versucht der “begnadete Tänzer” nun mit Evolution of Dance II anzuknüpfen.

Guckst du hier:

YouTube Preview Image

Thema: Fun | 3 Kommentare

Wir brauchen eine Promillegrenze für Fußgänger

Montag, 5. Januar 2009 | Autor: Albert Danzas

Die Diskussion über die Promillegrenze für Autofahrer ist eigentlich völlig unnötig. Die Tatsache, dass Politiker Autofahrer betrunken Auto fahren lassen, ist schon ziemlich dramatisch. Da sterben Menschen damit sich Politiker ein paar Wählerstimmen Ihrer ewig betrunkenen Autofahrerfreunde sichern können. Hier wünschte ich mir mehr Mut bei der Judikative den Politkern bei jedem Unfall durch Alkoholeinfluß unter 0.5 Promille eine Mitschuld geben. Aber auch das ist natürlich schwer umzusetzen. Vielleicht sollte Jeder der sich über die 0.0 Promillegrenze aufregt den Eltern von im Straßenverkehr durch Betrunkene getötete Kindern erklären, warum er das richtig findet. Freiheit und so. Arschlöcher!

Das wir auch eine Promillegrenze für Fußgänger brauchen, beweist dieses Video eindrucksvoll:

Das ist natürlich ein sehr witziges Video und ich habe kein Problem damit, wenn dieser Beitrag als “witziger Beitrag” verlinkt wird. Hauptsache das Thema bleibt Thema und die Menschen werden irgendwann vernünftig. Denn eins ist sicher: Die 0.0 Promillegrenze wird irgendwann kommen. Die Frage ist nur wieviele Menschen bis dahin noch sterben müssen.

Thema: Politik | Beitrag kommentieren

Dinner for One Video

Dienstag, 30. Dezember 2008 | Autor: Albert Danzas

Die NDR Fernsehproduktion (1963) Dinner for One (“der 90. Geburtstag”) ist jedes Jahr wieder Pflicht.

Dank Internet kann man sich nun den Film anschauen wann man möchte:

Ich wünsche viel Spaß bei Dinner von One mit Freddie Frinton und May Warden
und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr !

Euer

Albert Danzas

Thema: Kultur | Ein Kommentar

Melanie Thornton Video zu Weihnachten: Wonderful Dream

Dienstag, 23. Dezember 2008 | Autor: Albert Danzas

Das schönste Lied und Video zu Weihnachten: “Wonderful Dream” von Melanie Thornton*

*Leider ist Melanie Thornton viel zu früh von uns gegangen. Sie starb am 24.11.2001 bei einem Flugzeugabsturz.

Thema: Musik | Ein Kommentar

Weihnachtsgedicht Weihnachtsabend

Samstag, 20. Dezember 2008 | Autor: Albert Danzas

Weihnachtsabend von Theodor Storm (1817-1888)

Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll,
der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus.
 
Weihnachten war’s, durch alle Gassen scholl
der Kinderjubel und des Markts Gebraus.

Und wie der Menschenstrom mich fort gespült,
drang mir ein heiser Stimmlein in das Ohr:
“Kauft, lieber Herr!” Ein magres Händchen hielt
feilbietend mir ein ärmlich Spielzeug vor.

Ich schrak empor, und beim Laternenschein
sah ich ein bleiches Kinderangesicht.

Wes Alters und Geschlecht es mochte sein,
erkannt’ ich im Vorübertreiben nicht.

Nur vor dem Treppenstein, darauf es saß,
noch immer hört’ ich, mühsam, wie es schien:
“Kauft, lieber Herr!” den Ruf ohn’ Unterlaß;
doch hat wohl keiner ihm Gehör verliehn.

Und ich? War’s Ungeschick, war es die Scham,
am Weg zu handeln mit dem Bettelkind?

Eh’ meine Hand zu meiner Börse kam,
verscholl das Stimmlein hinter mir im Wind.

Doch als ich endlich war mit mir allein,
erfaßte mich die Angst im Herzen so,
als säß’ mein eigen Kind auf jenem Stein
und schrie nach Brot, indessen ich entfloh.

Thema: Kultur | Beitrag kommentieren

Weihnachtsgedicht: Nun wandelt auf verschneiten Wegen

Freitag, 19. Dezember 2008 | Autor: Albert Danzas

von Victor Blüthgen (1844-1920)

Nun wandelt auf verschneiten Wegen
die Friedensbotschaft durch die Welt.
 
Aus Ewigkeit ein lichter Segen
in das Gewühl des Tages fällt.

Schon blinkt die Nacht, die Glocken schwingen,
und willig macht die Menschheit halt.

Das wilde Drängen, Hasten, Ringen
entschläft; der wüste Lärm verschallt.

Ein Opferduft aus Tannenzweigen,
ein Wunderbaum mit Sternenpracht,
und um den Baum ein Jubelreigen -
das ist das Fest, von Gott gemacht.

O holder Traum, laß dich genießen:
daß alles glücklich, gut und fromm.

Dann mag die Seligkeit zerfließen,

der alte Kampfplatz winken: Komm.

Thema: Kultur | Beitrag kommentieren

Fliegen ist lebensgefährlich

Mittwoch, 17. Dezember 2008 | Autor: Albert Danzas

Mit der Überschrift könnte der Blogbeitrag enden. Eigentlich ist das ja nichts Neues. “Luft hat keine Balken”. “Wer hinfällt tut sich weh”. Je höher der Sturz umso wahrscheinlicher ist es, dass man dabei stirbt. Ab 25 Meter ist der Sturz garantiert tödlich. Flugzeuge fliegen hoch, sehr hoch. Also ist fliegen Lebensgefährlich. Punkt.

Doch jetzt kommt eigentlich erst das Thema Marketing, Diskussionsbereitschaft, Abwehrhaltung ins Spiel.

Versucht mal den Satz “Fliegen ist lebensgefährlich” in geselliger Runde auszusprechen und freut euch über die (durch das geschickte Markting der letzten Jahrzehnte beeinflusste) Reaktionen der Freunde, Kollegen, Verwandten, Diskussionsteilnehmer.

Reflexartig wirst du als erstes hören: “Autofahren auch”, “Statistisch gesehen…”, “Hast du Angst vorm fliegen?”.

Wenn du jemanden sagst, “Der Umgang mit Sprengstoff ist lebensgefährlich” wirst du diese Reaktion jedoch nicht bekommen. Warum ist das so? Sprengstoffhersteller betreiben (zum Glück) kein publikumswirksames Marketing – und haben auch kein Interesse daran.

Aber welches Marketing führt den zu den Drei Standartantworten auf die Bemerkung “Fliegen ist lebensgefährlich”?

1. Verweis auf andere Gefahren. Da fliegen nun mal Lebensgefährlich ist, dürfen die Fluggesellschaften nicht dafür werden, dass es nicht lebensgefährlich ist. Aber sie dürfen darüber berichten (Lobbyarbeit), wie gefährlich es im Vergleich zu anderen Verkehrsmittel ist. Das der Vergleich zum Auto hinkt sollte jeden klar sein, der versucht mit dem Auto nach Thailand zu fahren. natürlich werden wie in jedem manipulierten Vergleich Äpfel mit Birnen verglichen.

2. Die Statistik: Ob die Chance im Flugzeug ums Leben zu kommen jetzt 1 zu einer Million ist oder 1 zu 200 Millionen? Wen Interessiert das? Statistisch gesehen kommt man auch nur selten ums Leben, wenn man sich neben Jemanden stellt der sachgerecht mit Sprengstoff hantiert. Trotzdem tut man es nicht. Aber 1 zu 200 Millionen hört sich gut an, “wie ein Argument”.

3. Die Flugangst. Es waren die Marketingabteilungen der Fluggesellschaften die Abteilungen gegründet haben, die Kurse gegen Flugangst anbieten. Ein Kurs gegen Flugangst bringt nicht viel Geld. Auch nicht der dadurch gewonnene Passagier. Aber die Argumentation, “dass mit einem was nicht stimmt” wenn man Flugangst hat und man “was dagegen tun kann”, zeigt uns allen unterbewusst, dass Flugangst unbegründet und falsch ist. Das erinnert mich etwas an die Heilung der sexuell  andersdenkenden der 50er Jahre. Dabei ist Flugangst eigentlich nur gesunder Menschenverstand.

Natürlich bietet fliegen vielen Menschen etwas was. Und sie nehmen dafür die Gefahr bewusst in Kauf. Selbst fliegen macht Spaß. Urlaub am Strand macht Spaß, Kulturaustausch ist wichtig für die Wissenschaft, internationale Sportler und Künstler verdienen so Ihr Geld, Politiker tauschen sich aus. Und das Big Business verlangt nach Flügen. Das ist alles OK und darum ist fliegen auch nicht schlimmes. Es ist eben nur Lebensgefährlich.

So, und nun probiert es mal selbst aus. Sagt diesen einen Satz und erfreut euch der Reaktionen. Danach wirst du verstehen, wie gutes Marketing funktioniert.

PS: Fluggegner argumentieren übrigens genau so reflexartig mit dem Thema Umweltschutz. Das könnte also die 4. Reaktion auf diesen einen Satz sein.

Thema: Gesellschaft | Ein Kommentar