Auch die Europäer sind Randale mittlerweile gewohnt. Ob die Chaostage in Deutschland, die Randale in London oder die schweren Auseinandersetzungen in den letzten Jahren in den Pariser Vororten.
Mal kommen die Randalierer geplant (typischerweise in Deutschland mit disziplinierter Anarchie) oder die Situation eskaliert spontan. Doch immer hatte man das Gefühl, die Behörden versuchen mit Plan und Taktik dagegenzuhalten. “Deeskalation” lautet das Zauberwort - oder “geplante Härte”. Wenn die Randalierer schon unkontrolliert handeln, dann muß der Polizeiapparat funktionieren. Welche Taktik dabei in der jeweiligen Situation die Richtige ist, ist nicht immer klar. Oft wissen wir erst am Folgetag ob die Taktik funktioniert hat oder nicht.
Doch in Griechenland ist alles anders. Was wir in Athen erleben ist die spontane ungeplante Eskalation der Gewalt durch die Randalierer. Und die ungeplante und hilflose Reaktion der “Polizei”. Völlig überfordert, nicht ausgebildet, ohne Taktik.
Die Ranadaliere gewinnen Oberwasser und die Regierung traut sich nicht einzuschreiten.
Wenn durch den Tod eines Randalierers die Situation eskaliert, was passiert denn dann erst, wenn man jetzt hart durchgreift? Man weiß es nicht und man hat Angst davor es zu erfahren. Und damit hat die Gewalt die Chance auf Verbreitung.
Deeskalation? Unmöglich. Geplante Härte? Mit dieser Polizeit nicht umzusetzen!
Und so bleibt nur das Abwarten. Abwarten, dass sich die Randalierer von selbst beruhigen… bis zum nächsten Mal. Oder das das Volk die Sache in Form von Bürgerwehren oder tödlichen Einzelaktionen selbst in die Hand nimmt. Oder die Regierung das Militär einsetzt.
Was auch immer kommt, die Bürger von Griechenland haben schon jetzt verloren. Und wir schauen Live zu…