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Der kleine Laden um die Ecke: Geh endlich Pleite!

Montag, 24. November 2008 | Autor: Albert Danzas

Ich gehöre ja eher zu den romatisch veranlagten Personen. Der kleine Laden um die Ecke liegt mir am Herzen. Ob als Buchladen wie im Film “eMail für Dich” mit Meg Ryan oder der kleine Spielzeugladen in unserem Stadteil. Man freut sich auf liebevolle kleine Läden mit begrenzter Auswahl, freundlichem Personal und dem Wissen, dass man etwas Gutes tut (für den Laden und den Stadtteil).

Doch leider ist diese romantische Vorstellung auch nur ein Klischee. Und es gibt eben auch “kleine Läden um die Ecke”, denen man nicht anderes wünschen kann, dass sie endlich verschwinden und Platz für einen anderen Laden machen.

Es ist Donnertags, 9.34 Uhr. Ich möchte für meine Nichte einen kleinen Arztkoffer zum Spielen für Weihnachten kaufen. Eigentlich gehöre ich zur Kategorie Frühaufsteher. Da ich aber weiß, dass die kleinen Läden nicht alle schon so früh aufmachen, habe ich mir etwas Zeit gelassen. Ich stehe als vor dem kleinen Spielzeugladen um die Ecke und er hat geschlossen. Öffnung erst um 10.00 Uhr. Schade eigentlich.

Aber es gibt ja noch ein paar von diesen unsympathischen “Ketten” in diesen unsympathischen Einkaufscenter nur 100 Meter entfernt, dann kann ich da ja mal nach Schuhen gucken (der kleine Schuhladen um die Ecke macht auch erst um 10.00 Uhr auf). 20 Minuten später habe ich neue Schuhe und stehe wieder vor dem kleinen Spielwarenladen um die Ecke. Innen sieht man zwei Verkäuferinnen, die aber keine Ambitionen zeigen den Laden schon um 9.55 Uhr zu öffnen. Na ja, die haben sicher noch was wichtiges zu besprechen.

Es wird 10.00 Uhr. Die Kirchturmglocken Läuten, der Laden ist immer noch zu. Deutlich bin ich am Eingang zu sehen. Ich schaue mich um und sehe einen fleißigen Verkäufer vom Nachbarladen (Schmuck), der bereits seit 10 Minuten seine Tür geöffnet hat und Warendisplays vor die Tür schiebt. Ich schaue ihn hilfesuchend an, er schaut mich an, zuckt mit den Schultern und zeigt mir damit fast ein kleines Entschuldigung für das Verhalten seiner “Kollegen” im Spielwarenladen.

10.01 Uhr, der Spielzeugladen wir aufgeschlossen, die Tür öffnet sich. Die Verkäuferin schiebt ein Display aus der Tür und stellt ihn auf. Sie flucht laut über das Wetter (es regnet nicht) und geht wieder rein. Kein freundliches “Guten Morgen”, keine Begrüßung des einzigen Kunden (mich), NICHTS.

Sie schiebt ein zweites Display raus. Wieder verpasst sie die Chance mich in das Geschäft einzuladen. Ich frage freundlich “darf ich bereits eintreten”? “Sicher” ist die kurze Antwort. Ich gehe an Ihr vorbei, direkt zur Kasse und sage der 2. Verkäuferin was ich will (Produkt + Marke). Das Produkt ist da, natürlich etwas teuerer als im Internet, aber egal. Sie gibt mit den Arztkoffer, ich bezahle und verabschiede mich mit einen freundlichen “Auf Wiedersehen und einen schönen Tag noch”. Eine Antwort erhalte ich nicht.

Den schönen Tag wünsche ich den beiden Damen wirklich. Aber das “Auf Wiedersehen” war gelogen. Beim nächsten Mal bestelle ich das Produkt günstiger im Internet. Da werde ich wenigstens elektronisch freundlich begrüßt und verabschiedet….

PS: Zum Glück gibt es auch noch wirklich keine romantische Läden mit freundlichem Personal. Aber es gibt eben auch Läden, die diese Aufgabe nicht erfüllen.

Thema: Gesellschaft | 2 Kommentare

Wikipedia Offline – im Namen des Volkes?

Sonntag, 16. November 2008 | Autor: Albert Danzas

Mit einstweiliger Verfügung des Landgerichts Lübeck vom 13. November 2008, erwirkt durch Lutz Heilmann, MdB (Die Linke), wird es dem Wikimedia Deutschland e.V. untersagt, “die Internetadresse wikipedia.de auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterzuleiten”, solange “unter der Internet-Adresse de.wikipedia.org” bestimmte Äußerungen über Lutz Heilmann vorgehalten werden. Bis auf Weiteres muss das Angebot auf wikipedia.de in seiner bisherigen Form daher eingestellt werden. Der Wikimedia Deutschland e.V. wird gegen den Beschluss Widerspruch einlegen.

Mit diesem Text wird man derzeit auf der Webseite der Wikipedia Deutschland e.V. begrüßt.

Was war passiert? Die richtige Webseite von Wikipedia berichtet auf Ihrer Seite über Lutz Heilmann auch über dessen Stasi-Vergangenheit. Zitat: “Lutz Heilmann ist der erste ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR, der in den Bundestag eingezogen ist.”

Wikipedia beruft sich dabei auf Informationen die der Spiegel im Jahre 2005 über die Stasi Vergangenheit von Lutz Heilmann veröffentlich hatte und verlinkt diese Behauptung auch auf eine Seite des Norddeutschen Rundfunks.

Zitat Webseite NDR: “Der frisch gewählte Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann, der als Spitzenkandidat der schleswig-holsteinischen Linkspartei angetreten war, hat in den 80er Jahren hauptamtlich für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet. Einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” bestätigte am Samstag Parteisprecher Hendrik Thalheim.”

Laut NDR sei die Stasi Vergangenheit von Lutz Heilmann für die Linkspartei völlig undramatisch.

Zitat Webseite NDR:“Da viele von Heilmanns früheren Kollegen nach der Wende von Bundes- und Landeskriminalämtern übernommen worden seien, so Thalheim, sei Heilmanns Stasi-Vergangenheit “völlig undramatisch”. Heilmann hatte auf Anfrage des “Spiegel” bereits am Freitag seine Tätigkeit zugegeben. Er betonte jedoch auch, seine Parteikollegen vor der Kandidatur über seine Stasi-Mitarbeit informiert und somit die entsprechenden Regelungen der Linkspartei eingehalten zu haben.”

Dei Frage ist nun, warum Lutz Heilmann die Abschaltung der wikipedie.de überhaupt durchsetzen wollte – und warum das Landgericht Lübeck (im Namen des Volkes) dem folgte. Die Information zu Lutz Heilmanns Vergangenheit ist damit zu einem medialen Schlachtfest geworden. 1000de Blogs und natürlich auch die großen Medienkonzerne berichten nun süffisant über dieses Thema, prominentes Beispiel: www.spiegel.de.

Die Webseite von Lutz Heilmann war gestern übrigens über das Internet nicht zu erreichen:

Möglicherweise war dies ein Racheakt diverser Mitglieder des Volkes, die Ihre eigene Interpretation von “Im Namen des Volkes” haben. Welche der beiden Interpretation “Im Namen des Volkes” (die des Gerichtes oder die der Website-Hacker von Lutz Heilmann) dem gesamten Volke näher kommt, muß Jeder selbst entscheiden.

Vielleicht wollte Lutz Heilmann aber auch nur erreichen, dass alle die seinen Namen im Zusammenhang mit der Stasi erwähnen nun Angst haben gerichtlich belangt zu werden. Vermutlich hat er sogar das Ziel erreicht. Zwar wird nun im Internet wie erwähnt dieser Zusammenhang X-Fach hergeleitet, jedoch zittern die Journalisten vermutlich vor Angst wenn sie dies tun. Lutz Heilmann selbst äußerte sich gegenüber der Pressein etwa so: Er habe nicht das Bedürfniss die Berichterstattung über ihn zu unterbinden, sondern auf sie Einfluß zu nehmen. Schließlich seien Berichte auf Wikipedia.org über ihn aus der Boulevardpresse übernommen worden und nicht korrekt.

Für mich ist folgedes festzuhalten:

Die Gesellschaft hat die Aufgabe die Pressefreiheit zu schützen. Sie ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Selbstverständlich gilt das für alle Seiten.

Wenn ein Gericht feststellt, dass eine Boulevardpresse einen nachweislich falschen Bericht verfasst hat, dann sollte sich das Gericht direkt an die Boulevardpresse wenden und für einen Gegendarstellung sorgen. Das Gericht sollte sich nicht sinnfrei an einen Verein wenden, der einen Link zu einer Seite einer Organisation gesetzt hat, die wiederum Zitate aus der Boulevardpresse veröffentlicht hat. Selbstverständlich bin ich auch der Meinung, dass es Aufgabe der Wikipianer ist, die Gegendarstellung zu einem falschen Bericht in gleicher Weise zu würdigen, wie die Zitate aus dem falschen Bericht. Das geht natürlich nur, wenn der Bericht denn auch nachweislich falsch war und eine Gegendarstellung existiert….

Albert Danzas

PS: Mir ist durchaus Bewußt, dass sich das Gericht ausschließlich mit dem Antrag des Antragstellers beschäftigt.

Thema: Internet, Politik, Recht | Ein Kommentar

Spritfresser Willkommen

Samstag, 15. November 2008 | Autor: Hape Shinoda

Die Autoindustrie hat Probleme, massive Probleme. Sie verkauft keine Autos mehr. Oder zu wenig Autos. Es gibt viele Politiker und Umweltaktivisten, die auch wissen warum das so ist: Die zur Zeit hergestellten Autos Verbrauchen zuviel Sprit. Die Autohersteller haben den Trend verpennt. Die Leute können sich spritfressende Auto nicht mehr leisten. Vor allem die amerikanische Autoindustrie mit Ihren Spritfressern bekommt das deutlich zu spüren. Doch auch die deutsche Industrie – mit Ihren im Vergleich zu amerikanischen Fahrzeugen geradezu spritarmen Autos, hat Probleme. Offensichtlich gibt es noch andere Gründe für die Misere (“selbstverständlich” ist das die Weltfinanzkrise).

Aber zurück zum Thema: Die Behauptung, dass die Industrie verpennt hat, sparsame Autos zu produzieren. Diese Behauptung ist schlicht und ergreifend falsch. Fast jeder Konzern hat Autos im Angebot die mehr oder weniger Sprit verbrauchen. Dabei müssen wir gar nicht auf das 3-Liter Auto schielen. Fast immer gibt es Modelle die ähnlich sind (in Ausstattung, Leistung, Preis) aber einen unterschiedlichen Spritverbrauch haben. So kommen moderne Diesel mit 170 PS daher und haben einen Durchschnittsverbrauch von 5 Liter. Das gleiche Modell gibt es auch in der 200 PS Benziner Variante zum gleichen Preis mit einem Durchschnittverbrauch von 8 Liter (“Super” wohlgemerkt). Das Drehmoment ist beim Diesel höher, die “gefühlte Leistung” also besser. Aber auf dem Tacho endet der Diesel bei 225KM/h, der Spritfressende Benziner schafft es auf 235KM/h. Wie oft dieser Unterschied ausgefahren werden kann liegt im Promillebereich. Wenn er überhaupt jemals (außer bei einer Testfahrt) ausgefahren wird. Und trotzdem verkauft sich der spritfressende Benziner wie geschnitten Brot. Offensichtlich haben die Verbraucher es weder nötig Sprit zu sparen, noch wollen sie es aus ökologischen Gesichtspunkten.

Was bitte soll die schlafende Autoindustrie denn machen, wenn die Verbraucher keine eindeutigen Signale zeigen und Grundsätzlich die spritsparenden Varianten kaufen?

Natürlich gibt es das gleiche Modell auch noch in der 105 PS Diesel Version un dem Verbrauch von 4,5 Liter. Hier kann man noch ausführen, dass der Verbraucher mehr Power will. Aber wenn er bei der gleichen Leistung bereits ist einen Spritfresser zu kaufen, dann bringen alle Versuche von noch sparsameren Autos NICHTS. Die Autoindustrie ist gefangen in dem Kaufverhalten der Kunden.

Es macht also keinen Sinn auf die Automobilindustrie einzuprügeln. Die Prügel verdienen die Verbraucher. Oder die Gesetzgeber die es Jahr für Jahr (seit 1974) verschlafen, einfach den Verbrauch eines KFZ auf X-Liter zu beschränken. Mehr als 7 Liter darf ein Auto im Durchschnitt nicht verbrauchen. Punkt. Das wäre ohne Probleme möglich, aber wird nicht umgesetzt. Wer glaubt das wäre das Ende von Porsche, der irrt. Die Herausforderung mit 7 Liter Durchschnittverbrauch einen 250 KM/h schnellen Sportwagen zu bauen ist nicht schwierig umzusetzen. Und es würde nur wenige Jahre dauern, bis man auch mit einem Durchschnittverbrauch von 5 Liter die 300KM/h Marke knackt. Aber der Verbraucher will das ja gar nicht. Und die Politiker sehen offensichtlich auch keinen Handlungsbedarf.

Hape Shinoda

PS: Amerika wird hier sicher bald die Vorreiterrolle übernehmen. Ich warte nur auf das Gesetz von Arnold Schwarzenegger, wo er genau diesen Vorschlag umsetzen wird in Kalifornien.

Thema: Industrie, Umwelt | Beitrag kommentieren

Barack Obamas bester Wahlhelfer: Präsident Bush

Mittwoch, 5. November 2008 | Autor: Hape Shinoda

Frauen, Schwarze und Hispanics sind die Wählergruppen, die Barack Obama zum Sieg geführt haben. Millionen Erstwähler haben sich registriert, um Barack Obama zu wählen. Barack Obama ist jung, cool, charismatisch. Er ist der schwarze John F. Kennedy. Obendrein ist er sportlich, volksnah und ein sehr guter Redner. Es gibt kaum eine Schlagzeile, die nicht von den Vorzügen Obamas als Lobeshymne berichtet. Mittlerweile könnte man der Meinung sein, Obama ist ein Heiliger. Ein Übermensch. Oder er kommt zumindest ziemlich nah dran.

Aber die Wirklichkeit sieht noch etwas anders aus. Der wichtigste Grund für den Erdrutschsieg Obamas war die Tatsache, das Präsident George W. Bush unser Land ins Chaos gestürzt hat. Ein ungerechter Krieg (Irak), eine verfehlte Umweltpolitik, eine gigantische Finanzkrise. Überall auf der Welt ist Amerika unten durch – hier in Deutschland schon seit 2003. Und als ob das nicht schon reichen würde, ist Amerika nun auch noch Bankrott und das Volk spürt die Auswirkungen an jeder Ecke des Landes. Die US Medien haben sich (auch meiner Meinung nach 4 Jahre zu spät) auf Präsident Bush als den Schuldigen eingeschossen. Die Amerikaner sind aufgewacht, die Bildungselite trommelt für einen Wechsel, Stars werben für einen Wechsel, das Volk interessiert sich plötzlich für Politik.

Und DANN kam Barack Obama (Demokrat) und John McCain (Republikaner, wie Bush). 

Jetzt durften und mussten die Menschen entscheiden was sie wollen. Und sie haben sich entschieden.

Gegen McCain, gegen die Republikaner, gegen George W. Bush.

Hape Shinoda

Thema: Politik | Beitrag kommentieren

Tausche BMW gegen 30″ TFT

Dienstag, 4. November 2008 | Autor: Albert Danzas

550 Euro im Monat hat mich der geleaste BMW gekostet. Vor 6 Jahren musste ich ihn haben. So ein richtiger geiler Flitzer. Natürlich trotzdem ein Diesel, nur 5.3 Liter im Durchschnitt. Für 150 PS gar nicht schlecht. Mit dem Auto war ich gerne und viel in Deutschland unterwegs. Lange Strecken. Mal eben nach Hamburg, München, Berlin, Dresden. Buchmessen, Verlage oder Freunde besuchen. Im Urlaub nach Frankreich, ab an die Küste. Das Auto hatte seinen Zweck wirklich erfüllt. Ganz toll. 

Im Jahre 2006 habe ich mich dann von dem BMW wieder getrennt. Ich bin halt doch ein verkappter ÖKO und mochte nicht mehr Schuld an der Klimaerwärmung sein. Oder an der Nahost Krise, dem ewigen Kampf um die den Rohstoff Öl.

Seitdem habe ich viel Geld gespart. Sehr viel Geld (was aber nicht der Grund für die “Trennung” war).

Vor 3 Monaten habe ich dann etwas von diesem Geld in die Hand genommen und mir einen 30″ TFT Monitor angeschafft. Größere  Monitore habe ich schon immer gemocht. Wenn Andere noch in Ihre 17″ Röhre geschaut haben, war ich bereits bei 19″. Und seit 2 Jahren habe ich einen 22 Zöller. Konnte ich mir vor 2 Jahren spontan leisten :-).

Aber jetzt mit dem 30″ Monitor sehe ich die Welt plötzlich ganz anders. Ich arbeite viel am PC, bin viel im Internet. Schon immer. Und ich könnte mich selbst verprügeln, warum ich Jahrelang auf diesen Komfort verzichtet habe. Ich war viel mit dem BMW unterwegs. Aber noch viel mehr mit meinem PC. Der BMW kostete mich 550 Euro im Monat. Für meine PC Austattung habe ich nichtmal 550 Euro im Jahr ausgegeben. Ich Trottel. Dabei merke ich erst mit dem 30″ Monitor, auf wieviel möglichen Komfort ich all die Jahre verzichtet habe. Wie viel schneller und strukturierter ich jetzt arbeiten und alles wiederfinden kann. Nie wieder wird mir das passieren. Hoffe ich.

PS: Einen Tip an Arbeitgeber habe ich auch noch: kauft euren Angestellten wirklich große Bildschirme und ihr werdet erleben, wie sie entspannter besser performen.

Thema: Arbeit & Soziales | Beitrag kommentieren